Moses Mendelssohn

Moses Mendelssohn

Aufklärer und Aufklärungskritiker

Moses Mendelssohn (1729-1785) gilt als der Vater der jüdischen Aufklärung. Als Autodidakt, dem jede akademische Ausbildung und Laufbahn aufgrund seines Judentums verwehrt war, gelang ihm der Aufstieg zu einem von den Zeitgenossen viel gelesenen Schriftsteller. Er bemühte sich vor allem um die Verbesserung der Bildung und sozialen Stellung der diskriminierten jüdischen Minderheit. Obwohl selbst der Aufklärung verpflichtet, entwickelte er zugleich ein Gespür dafür, dass die Aufklärung in Assimilierungserwartungen und neue Formen von Repression umschlagen konnte, die gerade für religiöse Minderheiten bedrohlich sein konnten. Aus Perspektive einer seit langem verachteten und verfolgten Minderheit plädierte er für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und einen säkularen Staat.

Kooperation mit Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und akademie caritas-pirckheimer-haus

Veranstaltungsnummer9315
DozentInProf. Dr. Heiner Bielefeldt, Pfrofessor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, FAU Erlangen-Nürnberg
ZeitMontag, 06.05.2019 19.00 - 21.00 Uhr
OrtCaritas-Pirckheimer-Haus, Königstr. 64, Nürnberg
VeranstaltungsartVortrag - Diskussion