Zwischen Reform und Tradition

Zwischen Reform und Tradition

Die Synagogen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Nürnberg

Nach der Vertreibung der Juden aus Nürnberg 1499 kam es erst im Jahre 1862 wieder zur Gründung einer jüdischen Gemeinde in Nürnberg. Die von dem Stuttgarter Architekten Adolf Wolf erbaute, am 8. September 1874 eingeweihte Hauptsynagoge setzte als frei stehender Monumentalbau mit auffälliger Kuppel einen herausragenden Akzent in der Silhouette der Stadt Nürnberg. Dieses Gotteshaus spiegelte das Selbstbewusstsein der liberalen Mehrheit der Nürnberger Juden. Daneben feierte eine Separatgemeinde ihre Gottesdienste nach orthodoxem Ritus - zunächst in einem Betsaal und ab 1902 in einer eigenen Synagoge in der Essenweinstraße, die einem stattlichen Stadtpalast glich. Beide Synagogen wurden während der NS-Zeit abgebrochen: die Hauptsynagoge bereits im August/September 1938 und die Synagoge in der Essenweinstraße, die am 10. November 1938 brannte, zwischen November 1938 und Februar 1939.

Kooperation mit Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus und Forum für jüdische Geschichte und Kultur

Veranstaltungsnummer9316
DozentInDr. Cornelia Berger-Dittscheid, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Synagogen-Gedenkband Bayern
ZeitDonnerstag, 09.05.2019 19.00 - 21.00 Uhr
OrtCaritas-Pirckheimer-Haus, Königstr. 64, Nürnberg
VeranstaltungsartVortrag mit Bildern